Tandemsprung

Fallschirmspringen ist nur für Verrückte? Völlig falsch!

Tandemsprünge sind praktisch für jeden möglich, aber Vorsicht: Suchtgefahr!
Springen kann jeder zwischen 14 und 144, solang man nicht mehr als ca 90 Kilo wiegt.

Da ja nun so ziemlich auf jeder Homepage über das Springen etwa so geredet wird:

„unvergessliche Momente, totale Freiheit, selbstverwirklichung blabla....“

verzichte ich auf das Gesabbel und halte mich lieber an die Fakten.
Rein.rauf.raus.runter.

Ihr könnt für einen Sprung etwa einen halben Tag einplanen, dann habt ihr genug Zeit euch ein wenig an der Dropzone eures Vertrauens (natürlich Kassel Calden, wo sonst...) umzusehen und den Sprungbetrieb zu beobachten. Die Spezies „Springer“ ist im allgemeinen wenig scheu, umgänglich und immer auf der Suche nach herumstreunenden Weibchen zwecks intergeschlechtlicher Kommunikation, also sucht ruhig das Gespräch. :)
Die Vorbereitungszeit auf den Sprung selbst beträgt ca 15 Minuten, eine topmodische Kombi samt Brille wird gestellt, darunter kann man die normalen Klamotten anlassen.
Ist das briefing abgeschlossen gehts zum Flieger, da die Tandems immer als letzte springen, gehts als erster in die Maschine, hat den Interessanten Nebeneffekt, dass man sämtliche anderen Springer beim Exit aus 4000m beobachten kann.
Wenn ihr dran seid rutscht ihr auf dem Hintern zur Türkante, lasst die Beine einen Moment baumeln, „Kopf in den Nacken“ und Go. !
Nach dem Exit zieht der Tandemmaster den Drogue, einen kleinen Schirm der die Geschwindigkeit des Tandems ein wenig bremst, sonst würde man beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen.
Wenn ihr so klug wart einen Videomann dazu zu buchen, wird der vor euch rumfliegen, lohnt sich auf jeden Fall!
Bei 1500m wird`s dann irgendwann kurz ruckelig und man hängt nach einem sanften 500 Meter langen Bremsweg am Tandemschirm, wer Glück hat darf sogar selbst steuern, „recht ziehen, rechts fliegen. Links ziehen, links fliegen“ ist für die meisten durchaus nachvollziehbar, auch wenn der Satz „Das andere links...“ nicht von ungefähr kommt....
Jetzt 5-8 Minuten die Aussicht am Schirm genießen, den anderen Springern von oben beim Landen zusehen, im Endanflug die Beine hochhalten und schon rutscht man sanft auf dem Hintern (des Tandemmasters, der sitzt ja unter einenm... :) ) über die Landewiese.
Das Dauergrinsen danach wird irgendwann zur Krankheit, aber nach ein paar Wochen ist man`s los, keine Sorge. Bis zum nächsten Sprung...



Bei Gelegenheit werde ich noch ein wenig ausführlicher schreiben, bei Fragen -> Gästebuch oder Forum :)

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Last updated 331 days ago by stephan