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Höhenmesser/Altimeter & Höhenwarner

Beim Fallschirmspringen trägt der Fallschirmspringer einen großen Höhenmesser am Handgelenk oder auf einem Brustkissen. Die Höhenmesser haben eine Skala von 0 m bis 4.000-6.000 m oder eine entsprechende Skalenangabe in Fuß. Vor dem Start wird der Höhenmesser auf 0 m gestellt, oder der Höhe des vorgesehenen Landeplatzes angepasst. Der Fallschirmspringer entscheidet mit Hilfe des Höhenmessers auf welcher Höhe er den Fallschirm öffnet (Öffnungshöhe). Das Kreissegment von 0-800 m ist deutlich rot markiert, dies weist den Fallschirmspringer, beim Erreichen dieser Höhe, auf die notwendige Öffnung des Hauptschirmes hin.

Die übliche Öffnungshöhe ist 1.200-900 m. Bei einer Höhe bis zu 500 m (Entscheidungshöhe) muss der Springer, bei einer Fehlöffnung, ggf. sein Hauptschirm abtrennen und die Reserve manuell auslösen. Wird
der Hauptschirm abgetrennt, jedoch nichtaltimeterfallschirmversion2animatedgif.gif die Reserve manuell ausgelöst, so öffnet dies ein Cypres (Öffnungsautomat) auf einer Höhe zwischen 330-250 m. Dieser „Lebensretter“ berechnet Höhe und Fallgeschwindigkeit. Heute werden häufig zusätzlich akustische Höhenmesser beim Fallschirmspringen verwendet, diese sollten aber immer nur eine Ergänzung darstellen und den guten alten Höhenmesser nicht ersetzen.

Die Funktion des Höhenmessers beruht auf der Eigenschaft, dass sich eine luftdichte Metalldose, ähnlich einem Barometer, in Abhängigkeit vom Umgebungsluftdruck mehr oder weniger verformt. Diese Verformung wird über ein mechanisches Hebelwerk auf einen Zeiger übertragen, welche die entsprechende Höhe auf einer Skala anzeigt. Da nicht die absolute Höhe über Meeresspiegel angezeigt wird, sondern nur der Luftdruck der Umgebung, kann man beobachten, dass ein Höhenmesser, dessen Zeiger auf Null gestellt wird, nach einiger Zeit einen Höhenwert vom 50 m anzeigt, wenn ein Tiefdruckgebiet eintrifft, sich also der Umgebungsluftdruck verringert.

Ebenso kann der Höhenmesser bei einer Fahrt im Auto durch eine Bergregion unterschiedliche Höhen anzeigen. Ein Höhenmesser, welcher z. B. in Bielefeld auf 0 gestellt wurde, kann z. B. in München 500 m Höhe anzeigen; oder aber auch nur 300 m oder vielleicht auch 600 m, je nach dem in München herrschendem Luftdruck.

Die hier angesprochenen Höhenmesser haben im Regelfall eine Skala im Bereich 0-4000 bzw 6000 m. Es gibt Ausführungen mit einer Fuß-Einteilung bzw. 1000-Meter-Einteilung.

Höhenwarner

ist ein im Fallschirmsport häufig verwendetes elektronisches Gerät, das den Umgebungsluftdruck misst. Er gibt unterschiedliche Warntöne ab, wenn der Fallschirmspringer im Freifall eine zuvor eingestellte Höhe (diese ist direkt abhängig vom Umgebungsluftdruck) unterschreitet. Bei den zur Zeit auf dem Markt erhältlichen akustischen Höhenwarnern können drei unterschiedliche Warnhöhen eingestellt werden, um dem Springer entsprechende Signale zu übermitteln:

Beispiel:

  1. eingestellte Höhe 1200 m - Separationshöhe beim Formationsspringen
  2. eingestellte Höhe 800 m - Schirmöffnung
  3. eingestellte Höhe 600 m - sofort Schirmöffnung einleiten, wenn noch nicht geschehen.

Der Höhenwarner dient vor allem dazu, dem Freestyle-Springern (Head-Down, Sitfly usw.) eine zusätzliche Sicherheit mitzugeben, da dieser möglicherweise auf Grund der Körperhaltung nicht immer den normalen Höhenmesser im Blick haben kann.

Unbeachtet dessen sollte sich der Springer niemals allein auf dieses Zusatzgerät verlassen, da dieses gegebenenfalls auch eine Fehlfunktion haben könnte.

Quelle: http://de.wikipedia.org

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Last updated 15 April 2009 by stephan